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Paris, die Hauptstadt der Romantik. Ein Klischee, sicher. Aber auch ein Mythos, den die Verliebten aus der ganzen Welt seit

Jahrhunderten am Leben erhalten. Wir zeigen, wo man in Paris gut Händchen halten kann.

Parc de Bagatelle

Route de Sèvres à Neuilly
75016 Paris
Frankreich
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Der Park ist keineswegs eine Bagatelle, sondern wurde vom Bruder Ludwigs XVI. im
 Jahr 1775 angelegt – und ist riesengroß. Die Nachbesitzer erweiterten stetig, bis 1905 die Stadt Paris den Park erwarb und einen gigantischen Rosengarten anpflanzte. Besonders bei schönem Wetter ist es ein wunderbarer Ort, wo Pfauen flanieren und es aus Grotten regnet. Aber Achtung: ein bisschen mehr Zeit einplanen, denn der Park liegt außerhalb des Zentrums.

Le 1728

8 Rue Anjou
75008 Paris
Frankreich
Tel. +33-1/40 17 04 77
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Nur einen Steinwurf von der Kirche Madeleine entfernt, liegt das Restaurant Le 1728. Der Name bezeichnet das Jahr, in dem Antoine Mazin, der Hofarchitekt Ludwigs XV., dieses klassizistische Palais errichtete. In den opulent gestalteten Salons fühlte sich schon Madame de Pompadour wohl. Und so wird aus einem Diner schnell eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert: Küchenchefin Géraldine Rumeau serviert ihr Thunfisch-Tatar und Lammkarree auf Saisongemüse unter Lüstern, Fresken und goldenem Stuck, für Verliebte sogar in versteckten Separees.

Musée de la vie romantique

16 Rue Chaptal
75009 Paris
Frankreich
Tel. +33-1/55 31 95 67
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Der Name erklärt bereits alles: Das „Museum des romantischen Lebens“ ist ein wahrhaft sentimentaler Ort und ein echter Pariser Geheimtipp – nicht für berühmte Kunstwerke, sondern für exzellente Obstkuchen. Im Gewächshaus neben der von Rosen umrankten Villa ist eine Teestube eingezogen, deren Köstlichkeiten unter Schatten spendenden Bäumen verspeist werden. Die Besucher flüstern, damit draußen auf der Straße niemand von diesem wunderbaren Ort erfährt.

Hotel Particulier Montmartre

Pavillon D
23 Avenue Junot
75018 Paris
Frankreich
Tel. +33-1/53418140
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Die Avenue Junot ist sicherlich eine der schönsten Straßen der Stadt. Doch bei der genannten Hausnummer 23 klafft ein Loch. Das Hotel Particulier Montmartre hat sich gut versteckt – am Ende einer kleinen Gasse, hinter einem schwarzen Tor. Man muss klingeln, um in dieses Juwel eines alten Herrenhauses mit Garten eingelassen zu werden. Hier versammelte sich einst die Familie Hermès, dann wohnte hier ein Bankier, heute kann man in fünf exquisiten, von Künstlern gestalteten Suiten nächtigen.

Hotel Thoumieux

79 Rue Saint-Dominique
75007 Paris
Frankreich
Tel. +33-1/47 05 49 75
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Beim Hôtel Thoumieux kann man von einer echten Wiedergeburt sprechen: Ein Expertentrio, bestehend aus Sternekoch Jean-François Piège, Stararchitektin India Mahdavi und Kult-Hotelier Thierry Costes, nahm sich des alten Hauses an und verwandelte es in ein Hôtel du Charme. Mit bunt gemusterten Tapeten, Leopardenfellen auf den Betten, einem Vier-Sterne-Service und einem exzellenten Gourmet-Restaurant setzt dieses Haus ganz auf wohlgestaltete Gemütlichkeit. Mit nur 15 Zimmern bleibt die Atmosphäre intim.

Les Ombres

27 Quai Branly
75007 Paris
Frankreich
Tel. +33-1/47 53 68 00
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„Les Ombres“ sind „Die Schatten“, und gemeint sind jene des Eiffelturms. Das Restaurant auf dem Dach des Museums der Weltkulturen am Quai Branly ist gewiss nicht das beste der Stadt, aber mit Sicherheit das mit dem schönsten Blick auf das Wahrzeichen. Das von Stararchitekt und Pritzker-Preisträger Jean Nouvel konzipierte Lokal ist vollständig verglast, so speist man sein Lachs-Carpaccio direkt unter dem Himmel. Da sich die Ober im Les Ombres gerne mal etwas Zeit lassen, hat man genügend Muße, zur vollen Stunde, wenn der Eiffelturm wie tausend Sterne glitzert, dieses Spektakel auch zu bewundern.

Canal Saint Martin

Quai de Valmy & Quai de Jemmapes
75010 Paris
Frankreich
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Das Viertel rund um den Canal 
St.-Martin hat sich vom Schmuddel- zum coolen Insider-Quartier gewandelt. Noch immer sind die metallenen Brücken aus dem 19. Jahrhundert, die sich entweder hoch über Kanal und Staustufen wölben oder 
sich für den Schiffsverkehr heben und senken, der Treffpunkt vieler Romantiker. Im Sommer wird gepicknickt, im Winter liefert der Ort den perfekten Hintergrund für Schwarz-Weiß-Bilder. Ganz zu schweigen vom Herbst. Nirgendwo sonst in Paris könnte das Licht dann schöner sein als am Kanal, der zur Seine hinunterführt.

La Conserverie

37 Rue du Sentier
75002 Paris
Frankreich
Tel. +33-1/40 26 14 94
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Die im Yves-Klein-Blau getünchten Wände geben die Stimmung vor. Schwere Vorhänge, dunkelrotes und dunkelgrünes Samtmobiliar plus Flohmarkt-Fundstücke sorgen für ein schummrig-plüschiges Ambiente. Die in einer ruhigen Straße versteckte Bar im Modekopisten-Viertel Sentier überzeugt
 nicht nur mit ihrer Ausstattung, sondern auch mit exzellenten Cocktails und ausgesuchten Weinen.

La Kiss Room

Rue Vieille du Temple 78
75003 Paris
Frankreich
Tel. +33-1/42 72 69 93
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In diesem fensterlosen, geräuschisolierten Hotelzimmer von zehn Quadratmeter Größe geht es nur zweitrangig ums Küssen, im Mittelpunkt steht ein künstlerisches Experiment. Die Installation des Konzeptkünstlers Mathias Kiss ist ein Pop-up-Hotelzimmer im Lagerraum des Café La Perle, das komplett mit Spiegeln ausgekleidet ist. Die Absteige ist nur 1000 Nächte geöffnet und schließt am 9. Oktober 2016. Jeder Gast kann nur eine Nacht buchen (750 Euro) und erlebt dann ein künstlerisches (oder auch erotisches) Happening.

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Die Spur der wilden Kerle
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Die große Reise: Texas

Stadtleben und Wilder Westen – wie passt das zusammen? Antworten findet man auf einer Tour durch Texas. Jetzt bekommt der Bundesstaat im Süden der USA auch noch eine Formel-1-Strecke. Ein Roadmovie über Künstler und Lebenskünstler, springende Cowboys, bodenständige Astronauten – und eine Straße, die in den Himmel führt.

Lufthansa Tipp

Lufthansa fliegt täglich von Frankfurt nonstop nach Houston (IAH). Wie viele Meilen Ihnen für einen Hin- und Rückflug gutgeschrieben werden, können Sie online unter meilenrechner.de ermitteln. lufthansa.com

Tag 1 – Houston: Raum für Kunst

Houstons größten Schatz sieht man erst auf den zweiten Blick. Dicht an dicht rollen die Autos über den vierspurigen Freeway, vorbei an den Schildern der immer gleichen Laden- und Imbissketten. Im Zentrum der viertgrößten Stadt der USA ragen die Hochhäuser wie Ausrufezeichen in den Himmel, drinnen laufen die Klimaanlagen auf Hochtouren. So weit, so amerikanisch. Doch da wäre ja noch die Kunst: im Museum District, der Menil Collection, den Galerien der Isabella Street. Künstler und Sammler sind gut vernetzt, Atelierräume günstig.

„Houston hatte schon immer eine starke kreative Szene“, erzählt Thédra Cullar-Ledford, „Öl machte die Stadt reich, mit dem Geld kam die Kunst, schließlich brauchten die Frauen der Ölbarone ein Hobby.“ Die Künstlerin arbeitet im ersten Stock ihres Hauses im Norden der Stadt.

Zwei Katzen jagen durchs Atelier, auf dem Tisch liegen Pinsel und Farben, in großen Plastikboxen stapeln sich Puppen – ihre Modelle. Gerade vollendet die 42-Jährige eine Auftragsarbeit: eine Puppe im Tüllkleid. Cullar-Ledford wuchs an der Grenze zu Mexiko auf. Ihre Eltern waren Kunstlehrer, schon als Kind lernte sie malen, ganz nebenbei. Später studierte sie Kunst in Kalifornien und im englischen Oxford. „Es ist das Einzige, was ich wirklich kann“, sagt sie.

Wenn Cullar-Ledford ein Bild malt, erzählt sie eine Geschichte: über Schönheit, Freundschaft, Identität. Vor sieben Jahren zog sie mit ihrem Mann und den zwei Söhnen nach Houston. Vier Container im Garten vermietet das Ehepaar an Künstler, vier weitere Ateliers wollen sie bald bauen, um der Kunst in Houston noch mehr Raum zu geben.

Tag 2 – 
Houston bis Austin: Die Freude am Klang

Je weiter man sich von Houston entfernt, desto schmaler wird die Straße. Es geht nach Westen, ganz entspannt, vorbei an Büschen und Weideland, Kuhherden und Ölpumpen, bis sich die Skyline von Austin am Horizont abzeichnet. Rund 50000 Studenten leben in der Regierungs- und Universitätsstadt am Colorado River. Wie die übrigen 740000 Einwohner gehen sie offenbar gerne aus: Austin hat mehr als 200 Musikkneipen, Clubs und Konzertsäle, gespielt wird neben Blues, Rock und Indie vor allem Texas Country und Western Swing.

„Die Stadt hat es mir leicht gemacht“, sagt Tje Austin. Der 29-Jährige hat lange Afrolocken und ein breites Lächeln, seine Musik klingt nach Sonne, Jugend und zerwühlten Betten. Vor sieben Jahren kaufte er sich eine Gitarre und begann, Songs zu schreiben, damals studierte er Computerwissenschaft an der University of Texas. Es folgte der erste Auftritt – vor drei Leuten.

Die Zuhörer wurden mehr, die Clubs größer. Im vergangenen Jahr erreichte Austin die Endrunde der Casting-Show „The Voice“ und sang vor Christina Aguilera. „Ich habe sehr von der Sendung profitiert“, sagt er. Gute Lehrer, neue Fans, ein Blick hinter die Kulissen. Trotzdem ist der Musiker bescheiden geblieben: „Ich weiß genau, wo ich stehe.“ Zurzeit arbeitet er an seiner dritten CD. Sein Traum? Einfach weitermachen. Und singen.

Abends spielen die Bordertown Bootleggers im Rattle Inn, etwa drei Dutzend Frauen und Männer hören den Western Swing der Band. Als die einen langsamen Song anstimmt, führt ein Zwei-Meter-Mann seine Partnerin auf die Tanzfläche. Für kurze Zeit scheinen sie die Welt um sich herum zu vergessen.

Tag 3 – 
Austin bis Bandera: Formel 1 und Wilder Westen

„Wir wollten den Fahrern die Möglichkeit geben, Fehler zu machen“, sagt Oliver Liedgens, 41, „auch wenn die Sicherheit natürlich vorgeht.“ Der Ingenieur steht auf einem grünen Hügel südöstlich von Austin und zeigt auf eine Linkskurve mit dem nüchternen Namen T1. Liedgens war Bauleiter auf dem „Circuit of the Americas“, sein Arbeitgeber, die Aachener Firma Tilke, hat bereits Formel-1-Strecken in Malaysia und Abu Dhabi entworfen. Die Erwartungen an den neuen Kurs – 5,5 Kilometer, 20 Kurven, 120000 Zuschauerplätze – waren groß: Vom 16. bis 18. November 2012 wurde hier der Große Preis von Amerika ausgetragen, zum ersten Mal seit 2007 machte der Formel-1-Zirkus wieder Station in den USA. „Wir haben den Kurs so spektakulär wie möglich gestaltet und an vielen Stellen eine zweite Ideallinie geschaffen, damit die Fahrer überholen können“, erklärt Liedgens. Sieger wurde 2012 übrigens Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes, vor Sebastian Vettel (Red Bull-Renault), der 2013 hier den Großen Preis gewann.

Die Fahrt geht weiter nach Südwesten. Die Landschaft wird hügeliger, Schilder weisen den Weg zu den Ranches. Viele Besitzer vermieten Zimmer an Gäste, die für ein paar Tage den Wilden Westen erleben wollen. Auf der Twin Elm Guest Ranch nahe dem Städtchen Bandera zieht Kevin Fitzpatrick vor Kindern und Erwachsenen seine Show ab.

Der 54-Jährige steht auf dem Rücken seines Pferdes und lässt sein Lasso durch die Luft fliegen. Wie ferngesteuert tanzt es über seine Schulter, den Hut, den Arm, und man kann sich gut vorstellen, dass sich Fitzpatrick damit auch eine Zigarette anzünden könnte. Fitzpatrick ist Trick Roper, Seilkünstler, vor vier Jahren gewann der Cowboy mit den rotblonden Haaren die Lasso-Weltmeisterschaft. Auch bei Jay Leno und dem Super Bowl ist er schon aufgetreten, an manchen Tagen macht er vier, fünf Shows. Wenn Fitzpatrick nicht reist, trainiert er jeden Tag auf seiner Ranch in Bandera. „Es ist wie Tanzen“, sagt er, „jeder hat seinen Stil.“

Auch auf der Dixie Dude Ranch zeigt Fitzpatrick seine Show. 1906 wurde sie gegründet, noch heute hält Besitzer Clay Colony, 54, hier Longhorn-Rinder, Pferde und Ziegen, 21 Zimmer vermietet der stämmige Mann an Besucher. „Wir wollen, dass sie unsere Kultur erleben“, erzählt er. Zweimal am Tag können die Gäste reiten, abends sitzen sie ums Lagerfeuer, hören Country-Musik, tanzen. Bevor Colony die Ranch von seiner Großmutter übernahm, war er Vize-Präsident einer Ölfirma in San Antonio. „Aber heute möchte ich nirgendwo anders leben“, sagt er: die Ruhe, der Frieden, die Natur. Entspannt und hilfsbereit seien die Einheimischen, darunter viele Musiker, Künstler und Freigeister, gleichzeitig fühlten sie sich traditionellen Werten verpflichtet. „Wir sind Hippies“, sagt Colony, „aber wir sind auch Cowboys.“ Wenn er nachts auf der Veranda sitzt und in den Sternenhimmel schaut, weiß er, dass er alles richtig gemacht hat.

Tag 4
 – Bandera über New Braunfels bis Corpus Christi: Es geht um die Wurst

Schwere Regentropfen prasseln auf die Windschutzscheibe, in der Ferne grollt der Donner, aber das sind gute Neuigkeiten in Texas: Das Land braucht Regen. In den vergangenen Jahren hatte eine Dürre die Futterpreise in die Höhe getrieben, viele Rancher mussten ihr Vieh verkaufen. Heute Morgen klart der Himmel schnell wieder auf. Wir kommen nach New Braunfels im German Belt. 1845 gründete Carl Prinz zu Solms-Braunfels die Siedlung, noch immer ist das deutsche Erbe in der 56000-Einwohner-Stadt allgegenwärtig, vor allem Anfang November, wenn die Stadt zehn Tage lang das Wurstfest feiert. Dann spielen „The Sauerkrauts“ deutsche Volksmusik, auf einer Bühne wird das Melodram „Gone with the Wurst“ gegeben, 160000 Besucher essen 42000 Reibekuchen und 25 Tonnen Wurst. Wie viel Bier getrunken wird, ist nicht erfasst.

Die Landschaft wird flacher, Maisfelder säumen die Straße. Im Sporthafen von Aransas Pass am Golf von Mexiko kann man Billie Kocian treffen. Mit ihrem Motorboot fährt die 51-Jährige in die flache, fischreiche Bucht und zeigt Touristen, wie man Rotbarsche und Meerforellen fängt. „Ich kann sie riechen“, sagt die blonde, braun gebrannte Frau, „es ist wie eine Jagd.“ Früher leitete Kocian einen Supermarkt in Houston. Viel Stress, viel Trauer, eine dunkle Zeit. Sie begann zu trinken. Doch dann traf sie ihren heutigen Mann, zog an die Küste, lernte Fischen. „Ich liebe es“, sagt Kocian, „es hat mein Leben gerettet.“ Immer wenn sie einen Fisch geangelt hat, schickt sie ein Gebet zum Himmel – zum Dank, dass sich alles zum Guten gewendet hat.

Tag 5 – 
Corpus Christi bis Houston: Einmal nach den Sternen greifen

Zurück in Houston. Vor dem Space Center nahe dem Mission Control Center der NASA stehen Besucher Schlange. In dem Vergnügungspark, entworfen von Disneys Illusionisten, sind Raumfähren, -anzüge und Mondfahrzeuge ausgestellt, Kinder spielen zu heroischer Musik auf bunten Raketen. „Mit dem, was wir früher machten, hat das nichts zu tun“, sagt Donald Peterson, 78, und schüttelt den Kopf. Der ehemalige Naturwissenschaftler, Air-Force-Pilot und Astronaut steht im Cockpit des Space Shuttle. Hier kennt er sich aus, 1983 war er an Bord der Challenger, auf ihrem Jungfernflug ins All. Die Tage der vierköpfigen Crew waren genau durchgeplant: sieben Stunden Schlaf, dann wissenschaftliche Experimente, für Pausen blieb wenig Zeit. Nur einmal, als sie mit 18000 Meilen in der Stunde Hawaii überflogen, gönnte sich Peterson ein paar Minuten, um die Aussicht zu genießen.

Mit seinem Kollegen Story Musgrave machte er einen Weltraumspaziergang, den ersten von einer Raumfähre aus, mehr als vier Stunden arbeiteten sie im Freien. Selbst als sein Raumanzug 25 Sekunden lang undicht war, niemand wusste, warum, ließ sich Peterson nicht beirren. Wieder an Bord, belohnten sich die beiden Astronauten mit einer Portion Erdbeeren. Ob ihn der Flug verändert hat? „Nicht im spirituellen Sinn“, antwortet der sympathische Rentner, „aber man lernt, den Menschen, mit denen man arbeitet, zu vertrauen.“ Die Pläne der NASA, den Mars zu besiedeln, sieht Peterson mit gemischten Gefühlen. Zu viele ungelöste Probleme – die Strahlung, der lange Flug. Und überhaupt sei es doch schön genug, hier auf der Erde.

Flug und Übernachtung

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24 Stunden unterwegs in London
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09:00 Uhr – Original English Breakfast

Carlos Place
W1K 2AL
London
Tel. +44-20/74 99 70 70
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Die Nacht haben wir im Connaught Hotel verbracht. Das vor einigen Jahren komplett entstaubte und aufgefrischte Haus gehört zu den sympathischsten Fünf-Sterne-Herbergen der Stadt. Nach einem ausgiebigen, natürlich original englischen Frühstück gehen wir ein paar Schritte zur Königlichen Kunstakademie im Burlington House in der Nähe des Piccadilly Circus.

10:00 Uhr – Königliche Kunst

Burlington House
Piccadilly
W1J 0BD
London
Tel. +44-20/73 00 80 00
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Die „Royal Academy of Art“ (RA) beherbergt einige der schönsten Galerien der Stadt. In den renovierten John Madejski Fine Rooms – das ganze Jahr über kostenlos zu besichtigen – befinden sich die bedeutendsten Werke aus der ständigen Sammlung britischer Kunst. Außerdem steht hier die einzige Skulptur aus der Hand Michelangelos in ganz Großbritannien: Tadao Tondo. Allein der Vorhof der Kunstakademie ist einen Besuch wert, ganz zu schweigen von den wechselnden, allerdings kostenpflichtigen Ausstellungen.

13:00 Uhr – Lunch im The Wolseley

160 Piccadilly
W1J 9EB
London
Tel. +44-20/74 99 69 96
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Kunst macht hungrig. Das nicht weit entfernte The Wolseley bietet vom Frühstück bis zum Dinner ein breites Spektrum an Speisen. Lunch und Dinner sind an den Angeboten europäischer Kaffeehäuser orientiert; die vornehme Brasserie bietet das wohl beste Wiener Schnitzel der Stadt.

15:00 Uhr – Stöbern und Staunen

86 Golborne Road
W10 5PS
London
Tel. +44-20/89 60 37 36
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Die Auswahl an ungewöhnlichen Läden ist in London kaum überschaubar, ständig wird etwas Neues eröffnet, verschwindet wieder – oder taucht an anderer Stelle mit verändertem Konzept wieder auf. Im Kokon To Zai trifft Avantgarde-Mode auf ein viktorianisches Gruselkabinett: Der Kleider-, Möbel- und Geschenkeladen ist zum Fürchten gut.

16:00 Uhr – Auf dem Portobello Market

288 Portobello Road
W10 5TA
London
Tel. +44-20/77 27 76 84
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Da wir schon mal in Stöberlaune sind geht’s weiter auf den benachbarten Portobello Market. Auf Londons stimmungsvollstem Markt finden Besucher Antiquitäten, Lebensmittel, Streetwear-Mode und typisch britischen Krimskrams.

19:00 Uhr – Zu Gast bei Gordon Ramsey …

127-129 Parkway
NW1 7PS
London
Tel. +44-20/73 88 33 44
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Zum Dinner fahren wir zum reservierten Tisch bei York & Albany, dem eleganten Gastro-Pub von Koch Gordon Ramsey, zwischen Regent’s Park und Camden Town. Die offene Showküche serviert u. a. englischen Kalbsbraten mit Mangold, Artischocken, Zitrone und Kapern sowie gebratenen Kabeljau, Schalentier-Cassoulet und Kirschtomatensauce.

19:00 Uhr – … oder ins Nachtcafé

18 Shacklewell Lane
E8 2EZ
London
Tel. +44-20/31 74 07 27
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Wer bei York & Albany keinen Tisch reserviert hat, kann sich jetzt Zeit lassen und das Late Night Chameleon Café in Dalston besuchen. Der Name täuscht allerdings: Nach vorheriger Anmeldung 
kann man in dem Mini-Kaufhaus für Mode und Musik, Bücher und Design stundenlang stöbern.

22:00 Uhr – Noch ein Häppchen

159 Brick Lane
E1 6SB
London
Tel. +44-20/77 29 06 16
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Danach geht es zu einem kleinen Happen in die Brick Lane Beigel Bake. Hauptattraktionen in der rund um die Uhr geöffneten Bäckerei mit rauem Cockney-Charme sind das Salt Beef und das unterhaltsame gemischte Publikum.

23:00 Uhr – Absacker im Scott’s

20 Mount Street
W1K 2HE
London
Tel. +44-20/74 95 73 09
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Bevor es zurück zum Hotel geht, noch ein Absacker im Scott’s. Das High-Society-Restaurant mit Austern-Bar und Art-déco-Grandezza bietet Cocktails zu fairen Preisen und großartige Fish & Chips.

Flug und Übernachtung

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